Aus dem Tal der Tränen
Donnerstag, 26. August 2010Nach dem dramatischen wirtschaftlichen Einbruch des letzten Jahres verbunden mit drastischen Umsatzeinbußen, normalisiert sich die Lage langsam wieder. Normalisieren heißt, daß der Umsatz sich auf einer Planungszielgröße eingependelt hat. Diese liegt unter den Ergebnissen der Goldgräberjahre 2006-2008. Durch frühzeitiges Erkennen und Ergreifen von Maßnahmen konnte der Umsatzeinbruch abgefedert werden, so daß keine Existenzbedrohung bestand. Hauptmaßnahmen waren ein rigides Kostenmanagement, was heißen will, daß nur die unbedingt für die Produktion und Verwaltung nötigen Mittel beschafft wurden. Dadurch konnten wir ein negatives Ergebnis für 2009 vermeiden. Desweiteren wurde früh genug Kurzarbeit eingeführt, die – trotzdem, daß sie in Relation zu Normalbetrieb teuer war – nicht dazu führte, Mitarbeiter entlassen zu müssen. Es muß dabei gesagt werden, daß Kurzarbeit für Mitarbeiter auch finanzielle Einbußen bedeuteten, sie aber dadurch ihren Arbeitsplatz erhielten. Der Ausblick in die nähere Zukunft ist gedämpft optimistisch. Er beruht auf dem Glauben in die Stärke der deutschen Exportindustrie, was der ifo – Geschäftsklimaindex vom August bestätigt. Laut ifo-Chef Sinn befindet sich “die deutsche Wirtschaft…. im stabilen Sommerloch“. Das bedeutet aber nicht, daß „in den Chefetagen Partystimmung herrscht“, wie es eine kleinere eigentlich solide baden-württembergische Zeitung verkündete.
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