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Frankenberg setzt sich für Traditionstitel ein

Montag, 28. Juni 2010

Im Streit um die Erhaltung des Traditionstitels ‘Diplom-Ingenieur’ haben die Unis einen Verbündeten gewonnen, der bislang stets für Bachelor und Master gefochten hat: Der baden-württembergische Wissenschaftsminister Peter Frankenberg (CDU) kündigte an, sich im Kreis der Kultusminister für den Erhalt des Diplom-Ingenieurs einzusetzen. Frankenberg will offenkundig über die bisher ins Spiel gebrachten Möglichkeiten für den Diplom-Ingenieur, etwa in Form eines Anhangs oder einer Übersetzung des Masters, hinausgehen.

Zuletzt hatten sich auch die großen Technischen Universitäten für den Erhalt des Diploms ausgesprochen. Auch wir von Schray sind nicht glücklich mit den neuen Abschlüssen. Die meisten Studierenden, insbesondere die Bachelor-Absolventen, haben sicherlich keine guten Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Auch der Master wird bei vielen Chefs und Personalmanagern als nicht so wertvoll, wie ein Diplom-Titel etwa, angesehen. Es wäre besser gewesen - Bologna Reform hin oder her- man hätte an den alten Abschlüssen, die national und international einen sehr guten Ruf hatten, festgehalten. (Auszug)

Quelle: sueddeutsche.de

Professorenmangel im Maschinenbau

Montag, 22. Februar 2010

Immer mehr Professoren im Fachbereich Maschinenbau fehlen, um die Qualität der Lehre erhalten zu können. Besonders die Hochschule in Coburg ist davon betroffen, bei der momentan nur die Hälfte der nötigen Stellen besetzt ist. Viele Studenten protestierten deshalb für bessere Lehr- und Lernbedingungen und fordern den Hochschul-Präsidenten Michael Pötzl dazu auf, die fehlenden Stellen besetzen zu lassen. “Die Hochschule Coburg wirbt im Internet mit einer großen Fächerauswahl, die aber tatsächlich nicht gegeben ist. Ich fühle mich getäuscht”, sagt eine Maschinenbaustudentin und drückt dadurch ihre Wut aus. Um trotzdem den Umständen einigermaßen gerecht zu werden, wurden einige Lehrkräfte aus dem Ruhestand erneut engagiert und beschäftigt. Michael Pötzl gibt hingegen den Engpass zu, jedoch rechne er „kaum mit einer kurzfristigen Entspannung“, weil es im „technischen Bereich immer schwieriger wird, Professoren zu gewinnen”. Seiner Meinung nach braucht dies Zeit.

www.np-coburg.de

Maschinenbau-Studium

Freitag, 02. Oktober 2009

Wer sagt denn eigentlich, dass sich niemand für ein Maschinenbau-Studium interessiert? Die Zulassungszahlen der Universität Stuttgart für das kommende Wintersemester 2009/2010 sprechen da eine ganz andere Sprache! Und sie zeigen sogar das Gegenteil: Längst nicht alle interessierte Bewerber konnten zugelassen werden.

Insgesamt verzeichnete die Uni Stuttgart mehr als 16.650 Online-Bewerbungen und damit über 1.000 Bewerbungen mehr als noch im vergangenen Jahr. Mehr als die Hälfte der Bewerber hat auch schon Post aus der Landeshauptstadt erhalten – mit einem positiven Aufnahmebescheid.

Besonders schnell füllten sich die Studiengänge mit Numerus Clausus (NC) oder anderen Zulassungsbeschränkungen. Dazu gehören etwa Luft- und Raumfahrttechnik (853 Bewerbungen für 285 Plätze) und Maschinenbau (1.268 Bewerbungen auf 350 Plätze). Besonders beim Maschinenbau also gibt es großes Interesse, aber viel zu wenig Kapazitäten.

Diese Zahlen belegen einmal mehr: Bevor die Verantwortlichen mehr junge Menschen dazu aufrufen, ein Ingenieursstudium anzufangen, sollten sie die notwendigen Voraussetzungen an Universitäten und Fachhochschulen schaffen.

Studie geht Maschinenbau-Studium auf den Grund

Dienstag, 30. Juni 2009

Im Vergleich zu anderen Ländern ist die Zahl der Studienabbrecher bei ingenieurswissenschaftlichen Studiengängen in Deutschland sehr hoch. Um Problemen und Hindernissen auf dem Weg zum Maschinenbauer auf den Grund zu gehen, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung das Projekt „USuS – Untersuchung zu Studienverläufen und Studienerfolg“ gestartet, an der mehrere Universitäten und Fachhochschulen in ganz Deutschland teilnehmen.

Für einen Zeitraum von drei Jahren werden die Forscherinnen und Forscher Studierende und ihre Studienstrategien erfassen, analysieren und dokumentieren. Wie werden Kompetenzen am erfolgreichsten erworben? Welche Faktoren führen zum Studienerfolg? Wo liegen Gründe für einen vorzeitigen Abbruch des Maschinenbaustudiums? Die (Zwischen-)Ergebnisse sollen unter anderem den Lehrenden und den Studierenden der teilnehmenden Fakultäten präsentiert werden.

Schon jetzt bekannt ist, dass die meisten Abiturienten nicht wissen, was sie im Maschinenbau-Studium erwartet. Die enttäuschten Erwartungen und falschen Vorstellungen tragen zum Frust der Studenten bei. Gerade in punkto Information und Betreuung von Studienanfängern müsse daher viel getan werden, sind sich die Wissenschaftler sicher.

Die Studie, die vom Hochschuldidaktischen Zentrum in Zusammenarbeit mit den Fakultäten durchgeführt wird, soll auch bei der Entwicklung von Zulassungskriterien für das Maschinenbaustudium helfen. Auch die Erprobung neuer Lehr- und Lernformen steht im Vordergrund der Untersuchung. Das Projekt wird mit insgesamt 970.000 Euro im Rahmen der vom Bildungsministerium initiierten „Empirischen Bildungsforschung“ unterstützt.

Auch in der Krise fehlen Fachkräfte

Freitag, 27. März 2009

Vor dem Hintergrund der aktuellen Wirtschaftsflaute prognostizieren Fachleute einen Anstieg der Arbeitslosigkeit – schon bald könnte die Zahl der Erwerbslosen die 4-Millionen-Marke wieder übersteigen. Doch die Entwicklungen sind widersprüchlich, denn einem Positionspapier, das im Auftrag der Bundesregierung entstand, zufolge mangelt es schon jetzt an Ingenieuren und anderen qualifizierten Fachkräften.

Dem Papier nach können zurzeit 50.000 Stellen nicht besetzt werden, weil Unternehmen kein geeignetes Personal finden. Die Prognosen für die Zukunft sehen kaum besser aus. Die Schlussfolgerung des Papiers lautet, dass Staat und Wirtschaft trotz – bzw. gerade wegen der Krise – in Bildung und Ausbildung investieren müssen. Schon heute wird der durch den Fachkräftemangel verursachte Verlust auf knapp 30 Milliarden Euro pro Jahr beziffert.

Experten gehen davon aus, dass diese Entwicklungen den Kampf um die klügsten Köpfe außerordentlich verschärfen werden. Gezielte Abwerbungen, Headhunting und Ähnliches könnten schon bald den Wettbewerb um die Talente von morgen bestimmen. Schon heute zeige sich, dass Unternehmen vermehrt darauf setzen, ihr Personal zu binden. Statt zu entlassen, werden andere Sparmaßnahmen wie beispielsweise das Instrument der Kurzarbeit genutzt.

Maschinenbau-Studium: Die Praxis nicht vergessen!

Sonntag, 08. März 2009

Für Studierende der Fachrichtungen Maschinenbau oder Anlagebau zählen längst nicht mehr ausschließlich die Noten. Absolventen – ganz gleich, ob sie von der Universität oder einer Fachhochschule (FH) kommen – sollten auch in der Lage sein, praktische Erfahrungen nachzuweisen.

Ohne die Anwendung in der Praxis ist das theoretische Wissen, welches man sich während des Studiums aneignet, nicht viel wert. Maschinenbau-Studenten sollten also unbedingt die Chance nutzen, durch Praktika oder entsprechende Ferienjobs Erfahrungen zu sammeln. Dadurch zeigt man dem interessierten Arbeitgeber nicht nur seine Fachkenntnisse, sondern unterstreicht auch sein Engagement.

Ganz abgesehen davon helfen die Kontakte, die man während eines Praktikums knüpft, häufig auch bei der Stellensuche. Wer sich als fähig und motiviert erweist, hat manchmal sogar Chancen, nach dem Studium übernommen zu werden.

Die Firma Schray Antriebstechnik, fordert und fördert seit langem einen stärkeren Praxisbezug im Studium. Der Zahnradhersteller aus Dornhan im Schwarzwald ermutigt dazu, sich intensiv mit dem Maschinenbau auseinanderzusetzen und sich durch Erfahrungen in Wirtschaftsbetrieben sein theoretisches und praktisches Verständnis zu verstärken.

Studenten und VDMA: Mehr Praxisbezug im Maschinenbau-Studium nötig

Montag, 09. Februar 2009

Dass im Bereich der Bildung noch viel getan werden muss, beweist nun auch eine Studie, welche vom Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) in Auftrag gegeben wurde. Nach Angaben des mit der Erhebung befassten Hochschulinformationssystems schließen danach nur 52% aller Maschinenbaustudenten ihr Studium mit dem Examen ab. Mehr als ein Drittel brach die Universitätsausbildung dagegen verfrüht ab. Auch an Fachhochschulen betrug die Abbrecherquote mehr als 30 Prozent.

Der Umfrage zufolge waren die Leistungsanforderungen Hauptgrund für den Abbruch bzw. Fachrichtungswechsel. Darüber hinaus wurden die finanzielle Belastung sowie die Theorielastigkeit des Studiums beklagt. An der Universität fehle schlichtweg der Praxisbezug, so die Studierenden.

In einer Reaktion auf die Ergebnisse der Studie forderte der VDMA-Präsident Manfred Wittenstein eine Umstrukturierung des Studienaufbaus. Studienanfänger sollen während einer Phase der Orientierung nicht nur die Möglichkeit bekommen, ihre Mängel auszugleichen, sondern im Rahmen der Bachelor-Studiengänge auch mindestens ein Semester länger studieren. Darüber hinaus sollten Professoren mehr Unterstützung bieten und durch eine ansprechende Didaktik zur Verbesserung der Unterrichtsmethoden beitragen.

Die Firma Schray Antriebstechnik fördert den frühen Bezug zwischen Theorie und Praxis. An der Hauptschule in Dornhan gaben vier Auszubildende des Zahnradherstellers den interessierten Schülern kürzlich Einblicke in ihren Beruf (siehe http://www.schray-antriebstechnik.de/blog/?p=71).

Maschinenbau-Studium wird immer beliebter

Freitag, 26. September 2008

Maschinenbau wird immer beliebter - jetzt zeigt sich dieser Trend auch bei den Studentenzahlen, die das Statistische Bundesamt (Destatis) kürzlich in Wiesbaden veröffentlichte.

Zum Wintersemester 2007/2008 hatten sich deutschlandweit 27700 Studentinnen und Studenten für ein Maschinenbau-Studium eingeschrieben. Dies entspricht einem Zuwachs um 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Statistik zeigt, dass neben dem Studienbereich Maschinenbau die Ingenieurwissenschaften insgesamt starke Zuwächse zu verzeichnen hatten. Die Fächer Raumplanung und Bauingenieurwesen erfreuten sich mit einem Plus von 11 bzw. 16 Prozent ebenfalls zweistelliger Wachstumsraten. Der Bereich Elektrotechnik wuchs immerhin um 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, damit jedoch nicht ganz so stark wie andere Studiengänge.

Insgesamt stieg die Zahl der Erstsemester an deutschen Hochschulen im Übrigen um 6 Prozent auf nunmehr 313500 Personen. Die Gesamtzahl an Studierenden sank dagegen um 2 Prozent auf 1,94 Millionen.