Keine Blitz-Erholung, dennoch Grund zur Zuversicht: Der deutsche Maschinenbau blickt den kommenden Monaten mit Realismus entgegen. Zwar wurde die Branche in Sachen Produktion von Maschinen und Anlagen im letzten Jahr von Wettbewerbern aus China überrundet, doch ab Ende Mai sehen Branchenexperten das Ende der Talfahrt endgültig erreicht.
Mit einem Marktanteil von knapp 15 Prozent rangieren die deutschen Anlagenbauer nach wie vor auf dem zweiten Rang, während die Chinesen auf 17,2 Prozent kommen. Die USA haben dagegen ihre Führungsposition eindeutig abgegeben und landen mit einem Anteil von 14,6 Prozent an dritter Stelle und noch vor Japan (11,8 Prozent) und Italien (6,8 Prozent).
Was die Zahlen nicht zeigen: Auch die deutschen Maschinenbau-Unternehmen steigerten ihren Umsatz um ganze acht Prozent, der Wert der verkauften Produkte steigerte sich im Vergleich zu 2007 um immerhin drei Prozent. Erst gegen Mitte des Jahres schlug die Finanzkrise auch auf die Wirtschaft über – nach zuvor fünf Boomjahren innerhalb der Branche.
Innerhalb der momentan schwierigen Lage ergeben sich jedoch erste Anzeichen auf Besserung. Die Lagerbestände vieler Betriebe sind mittlerweile heruntergefahren; die ersten größeren Aufträge können wieder verbucht werden. Außerdem schwankt die konjunkturelle Lage je nach Branche: Maschinenbauer im Energiebereich etwa sind immer noch gut beschäftigt. Dazu kommen die allmählich einsetzenden Investitionen aus den weltweiten Konjunkturpaketen, die die „Zahnräder der Weltwirtschaft“ wieder in Bewegung setzen werden.