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Mittelstand stützt deutsche Wirtschaft

Samstag, 28. November 2009

Und wieder einmal zeigt sich die Bedeutung des Mittelstandes für die deutsche Wirtschaft: Während der Finanz- und Wirtschaftskrise haben die kleinen und mittelständischen Unternehmen die wirtschaftlichen Aktivitäten stabilisiert. Dies wurde beim Mittelstandspanel der Kreditanstalt für Wiederaufbau deutlich.

Denn auch im schwierigen Krisenjahr 2008 investierten die Mittelständler: Die sogenannten Bruttoanlageinvestitionen stiegen nominal um 12,3 Prozent. Zum Vergleich: Die Investitionen großer Unternehmen sanken um mehr als 6 Prozent. In der Summe sind kleine und mittlere Firmen für über die Hälfte aller Unternehmensinvestitionen in Deutschland verantwortlich.

Sorgenkind des Mittelstands ist weiterhin die zögerliche Haltung vieler Banken, die zu Kreditschwierigkeiten führen. Immerhin 16 Prozent des Finanzbedarfs konnte 2008 nicht gedeckt werden, weil Banken nicht bereit waren, Geld bereitzustellen. Im Vorjahr waren es noch sechs Prozent gewesen.

Nach der Definition der KfW zählen alle Unternehmen unter einem Jahresumsatz von 500 Millionen Euro zum Mittelstand. Das Institut für Mittelstandsforschung hat striktere Kriterien: Hier dürfen mittelständische Firmen höchstens 500 Mitarbeiter beschäftigen und einen Umsatz von 50 Millionen Euro nicht überschreiten.

Der KfW zufolge gibt es mehr als 3,5 Millionen mittelständische Unternehmen, das entspricht 99,96 Prozent aller Unternehmen. Sie beschäftigen zwei Drittel der arbeitsfähigen Bevölkerung und bilden 70 Prozent der Auszubildenden aus.

Maschinenbau-Gipfel verbreitet Zuversicht

Sonntag, 18. Oktober 2009

Uneindeutige Entwicklungen, schwierige Auftragslage, mögliche Wege aus der Krise – viel gibt es zurzeit in der Maschinenbaubranche zu bereden. Aus diesem Grund hatte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau zum sogenannten Maschinenbau-Gipfel nach Berlin eingeladen.

Dort musste der Präsident Manfred Wittenstein zunächst zugeben, dass man sich in der Einschätzung der Produktion vor einem Jahr getäuscht habe. Im Durchschnitt liegt das Fertigungsniveau heute nur noch bei 75 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Die Teilnehmer waren sich einig, dass nach den stolzen Wachstumsraten die Phase des „Hausputzes“ angekommen sei. Dazu gehören die Optimierung von Geschäftsprozessen, die Weiterbildung der Belegschaft und der Versuch, Kündigungen zu vermeiden.

Der hessische Ministerpräsident Roland Koch verbreitete Zuversicht und zeigte sich überzeugt, dass der Maschinenbau wieder an frühere Erfolge anknüpfen kann. Er warb gleichzeitig um Verständnis dafür, dass die Koalitionsverhandlungen noch nicht abgeschlossen seien. Der Maschinenbau hat dagegen klare Vorstellungen und Forderungen an die zukünftige Regierung: Bildung und Forschung, Haushaltspolitik, Arbeitsmarkt, Steuern – Felder also, in denen sich die Branche eindeutige Signale wünscht.

Trotz der Krise kann der Maschinen- und Anlagenbau nach wie vor selbstbewusst auftreten. Immerhin landete die Branche auch im Jahr 2008 mit einem Weltmarktanteil von 19,2 Prozent sowohl weit vor den USA als auch vor Japan. Klimaschutz, Energieeffizienz und Trinkwasserversorgung seien Schlüsselkompetenzen der Schlüsselbranche. Gerade gut geführte Familienunternehmen, so der Tenor des Gipfels, könnten von den Polstern aus vergangenen Tagen gut leben – anders als von „Heuschrecken“ dominierte Firmen. Im nächsten Jahr könnte es dann sogar wieder zu einem kleinen Plus kommen, hofft der Verband.

Mittelstand gibt sich vor der Wahl desillusioniert

Freitag, 25. September 2009

Ist es ein Ergebnis, das wirklich überrascht? Eine Studie der Wirtschaftsberatung PricewaterhouseCoopers (PwC) hat ergeben, dass die Mehrheit der mittelständischen deutschen Unternehmen mit Steuererhöhungen nach der Bundestagswahl rechnen.

Fast zwei Drittel aller befragten Unternehmen gehen erstens von einer weiteren Erhöhung der Mehrwertsteuer aus, obwohl die Große Koalition kurz nach den letzten Wahlen die Steuer schon einmal von 16% auf 19% erhöht hatte. Zum zweiten fürchten die Mittelständler, dass die Möglichkeiten zur steuerlichen Abschreibung eingeschränkt werden.

Eine weitere Zahl, die Bände spricht: Lediglich vier Prozent der Firmen erwarten nach den Wahlen eine Vereinfachung des Steuersystems – obwohl die Vielzahl und Komplexität der Steuergesetze Wachstum hemmt und unnötige Kosten verursacht. 60 Prozent der Befragten gaben sogar an, die Politik habe kein Interesse an einer Vereinfachung.

Diese „desillusionierte, beinahe fatalistische“ Erwartungshaltung sollte eigentlich ein eindeutiges Zeichen in Richtung der Verantwortlichen in Berlin senden und endlich für eine Politik sorgen, die das Rückgrat der deutschen Wirtschaft – den Mittelstand – ernst nimmt.

Quelle: Zeit Online

Bürokratieabbau: Es gibt noch viel zu tun

Montag, 06. Juli 2009

Noch immer ist der Bürokratieabbau ein Sorgenkind der deutschen Politik. Nach Angaben des dafür eingesetzten Normenkontrollrats sind Bürger und Unternehmen in den letzten drei Jahren zwar um knapp sieben Milliarden Euro entlastet worden – doch selbst der Rat unter dem Vorsitz von Johannes Ludewig hat zugegeben, dass das noch nicht ausreicht.

Das von der Großen Koalition ausgelobte Ziel sieht vor, die Kosten für unnötige Bürokratie (momentan stolze 47 Milliarden Euro pro Jahr) bis 2011 um ein Viertel zu senken. Zu diesem Zweck war der Normenkontrollrat gegründet worden, der sogleich den verkündeten Elan nutzte und alle Gesetze daraufhin überprüft, ob sie überbordende und unnötige Informations- oder Berichtspflichten enthalten. Über 900 von der Regierung verabschiedete Gesetze kontrollierte das achtköpfige Gremium; darüber hinaus initiierte es mehrere Pilotprojekte zum Bürokratieabbau, etwa bei der Bafög-Beantragung.

Bei der Übergabe des Zwischenberichts ließ Ludewig nun jedoch erkennen, dass der politische Wille momentan fehle und so die fehlenden fünf Milliarden an Einsparungen kaum erreicht werden könnten. Er mahnte daher eine engere Kooperation zwischen Bund, Ländern, Kommunen, Kammern und Sozialversicherungsträgern an. Außerdem forderte er, unternehmens- und bürgernähere Entlastungen. Ludewig regte jeden Behördenleiter in Deutschland dazu an, im nächsten Jahr zehn Maßnahmen umzusetzen, die der Wirtschaft und dem Bürger das Leben nicht mehr so schwer machen.

Mittelstand wird von Politik vernachlässigt

Dienstag, 30. Juni 2009

Beim Bundesverband Mittelständische Wirtschaft läuten die Alarmglocken: Nach Schätzungen seines Präsidenten Mario Ohoven sind ungefähr 45.000 mittelständische Unternehmen in Deutschland angesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise unverschuldet in eine ernste Notlage geraten.

Doch während größere Unternehmen mit riesigen Staatshilfen unterstützt würden, kümmere sich die Politik um die kleineren und mittelständischen Unternehmen kaum, so Ohoven in einem kürzlich ausgestrahlten Fernsehauftritt. Die 45.000 Unternehmen, die Gefahr liefen, in den nächsten sechs bis zwölf Monaten insolvent zu gehen, würden jedoch für knapp eine halbe Million Arbeitsplätze verantwortlich sein – das Zehnfache der Karstadt-Belegschaft.

Ohoven rechnete vor: Wenn Karstadt drei oder vier Milliarden an Staatshilfe bekommen hat, dann müssten die Mittelständler mindestens 40 Milliarden bekommen. Doch letztere würden unfair behandelt. Zwar würden Politiker immer wieder betonen, wie wichtig der Mittelstand sei. Doch statt diesem tatsächlich zu helfen, seien es vor allem die Konzerne, die Subventionen erhielten.

Quelle: Welt ONLINE

Django Steinbrück

Dienstag, 19. Mai 2009

Steinbrück gefällt sich im Moment als oberster Hüter der Staatskasse und unerbittlicher Steuerfahnder und dies mit viel Getöse und peinlicher Wortwahl – bei der das Bild vom häßlich Deutschen hochkommt – aus äußerst durchsichtigen Gründen nämlich nahenden Wahlen. Zum einen liegen die Umfragewerte der SPD weit zurück. Zum anderen lenkt er damit von seinem eigenen Unvermögen ab, die galopierenden Staatsschulden, wenn nicht zu reduzieren wenigstens in den Griff zu bekommen.

In der Pose des volksnahen Tributs zeigt er mit dem Zeigefinger – wobei er vergißt, daß drei Finger dabei auf ihn selber zeigen – auf die bösen Besserverdienenden, zu denen Facharbeiter gehören, eine Klientel der SPD.
Dabei vergißt Steinbrück geflissentlich, daß die (obersten) Besserverdiener den größten Anteil der Einkommensteuerlast schultern, nämlich wie folgt:

10% der oberen  Spitzenverdiener zahlen gut 54% des Einkommensteueraufkommens, 25% zahlen 76% und 35% zahlen 85% des gesamten Einkommensteueraufkommens.

Kleinverdiener dagegen werden praktisch vom Finanzamt in Ruhe gelassen. Das unterste Fünftel der Steuerpflichtigen mit jährlichem Einkommen von weniger als 8.650 Euro trägt nämlich nur o,3% zum Steuerkuchen bei.

Auch wenn sich der Schuldenschub mit der Krisenbekämpfung entschuldigen läßt, muß der Legendenbildung vorgebeugt werden: Steinbrück hat in fetten Jahren nicht konsequent auf sparsame Haushaltsführung gedrungen und vollzogen. Nicht verschärfte Steuerfahndung à la Steinbrück bringt Staatsfinanzen ins Lot. Wie bereits in einem früheren Blog angedeutet versteht Steinbrück eine Logik nicht: nur ein wirtschafts- und bürgerfreundliches ( und nicht aggressives!) Steuerrecht gepaart mit eiserner Ausgabedisziplin löst sein Problem ausgeglichener Staatsfinanzen!

Herr Steinbrück, setzen, sechs !!!!

Mehr Hilfe in der Breite

Donnerstag, 16. April 2009

Steinmeier war da, und Merkel jetzt auch. Minister zu Guttenberg reiste in die USA deswegen, ebenso wie Ministerpräsident Rüttgers: Welche Aufmerksamkeit die Politik zurzeit dem angeschlagenen Autokonzern Opel widmet, ist bemerkenswert. Keine Partei kann es sich angesichts des Superwahljahres leisten, das omnipräsente Thema zu umgehen. Zu hoch ist die Gefahr, dass die Wähler – sofern noch nicht geschehen – vergrault werden und ihr Kreuzchen entweder woanders oder gar nicht machen. Doch während Opel überall zu sein scheint, fragt man sich: Wer kümmert sich eigentlich um den nicht unbeachtlichen Rest der Unternehmen, die teils unverschuldet in eine weltweite Wirtschaftskrise unbekannten Ausmaßes gerutscht sind? Wo sind die Politiker, wenn es um die Mittelständler geht, um Schlüsselbranchen und Arbeitsplatzschaffer wie den Maschinenbau?

Ohne jeden Zweifel gehört Opel zu einem der traditionsreichsten und bekanntesten Konzerne der Republik, an seinem Schicksal hängt auch das zahlreicher Zulieferer, Dienstleister und Autoverkäufer – kurzum: viele Arbeitsplätze. Es ist ein dankbares, weil einfaches Symbol für die komplexen Zusammenhänge der Finanzkrise. Jeder kennt Opel, jeder versteht, was auf dem Spiel steht. Doch deswegen andere Industriezweige zu vergessen, ist höchst nachlässig. Kaum eine andere Branche hat in den Boomjahren mehr Arbeitsplätze geschaffen als der Maschinenbau. Wenn nun das Rückgrat der deutschen Industrie ein Auftragsminus von 50 (!) Prozent zu verbuchen hat, darf man darüber nicht einfach hinweggehen. Problemanalysen und Lösungsstrategien sind gefragt – doch weit und breit nicht in Sicht.

Die Ausmaße der Krise zeigen: Es geht nicht um Opel. Es geht um mehr. Das ganze System steht auf der Kippe, und symbolträchtige Einzelfälle wie der Rüsselsheimer Autobauer verdecken nur, dass die Probleme breiter sind, als viele wahrhaben wollen. Eine Rettung für einzelne Unternehmen wie die Hypo Real Estate, Schaeffler oder Opel bekämpft deshalb nur Symptome, nicht jedoch Ursachen. Was aber kann die Politik stattdessen tun? Statt sich bei den Maßnahmenpaketen für einzelne Unternehmer zu überbieten, sollte sie für eine Stabilisierung der Rahmenbedingungen sorgen: Ein verlässliches Finanzsystem, die Stärkung der Banken, ein einfaches Steuersystem sowie eine intelligente Zinspolitik sind gefragt. Und zwar von Steinmeier ebenso wie von Merkel, von zu Guttenberg wie auch von Rüttgers.

Maschinenbauer trotzen der Finanzkrise

Freitag, 10. Oktober 2008

Die Finanzkrise schlägt weiter um sich und scheint immer mehr Branchen in Bedrängnis zu bringen. Jetzt aber gibt der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) Entwarnung: Nach Einschätzung des Branchenverbandes besteht in diesem Bereich kein Grund zur Sorge. Kein einziges Mitgliedsunternehmen habe bisher von Finanzierungsproblemen aufgrund der Krediktmarktkrise berichtet.

Ganz im Gegenteil seien die Auftragsbücher noch gut gefüllt: Die Reichweite der Aufträge liege bei mehr als sechs Monaten, gab der VDMA bekannt. Notwendige Finanzierungen würden von den Unternehmen selbst gestemmt oder in Zusammenarbeit mit Banken, welchen das jeweilige Geschäftsmodell vertraut sei. Die wachsende Vorsicht der Geldhäuser sei dennoch aufgefallen. Ob die momentane Unsicherheit langfristig auch dem Maschinenbau zu schaffen machen wird, könne noch nicht abgesehen werden.

Betroffene Finanzprodukte, wie etwa sogenannte “Commercial Papers”, hätten für den stark mittelständisch geprägten Maschinen- und Anlagenbau keinerlei Relevanz, so der Branchenverband.

Für 2009 wird erwartet, dass das Wachstum beim Auftragseingang zwar unter fünf Prozent liegen werde, es aber dennoch nicht zu einem Absturz kommen werde. Die Veröffentlichung genauer Zahlen wird für den Maschinenbau-Gipfel in Berlin nächste Woche erwartet.

Quelle: www.faz.net

Managergehälter

Freitag, 10. Oktober 2008

Richtig !!

Es ist absolut unverständlich und nicht nachvollziehbar, was manche Manager sich an Gehälter in die Taschen stecken, besonders wenn entsprechende Gegenleistungen - erfolgreiche und profitable Unternehmensführung - nicht dagegen stehen.

Durch Manager werden Firmenwerte teilweise mehr als halbiert ohne finanzielle Sanktionen - im Gegenteil! Banker im Aufsichtsrat schützen und stützen diese Manager und ihre Pfründe! Diese Manager werden zwar von den Eigentümern der Unternehmen - das können auch Aktionäre sein - bezahlt und richten somit begrenzten Allgemeinschaden an. Sie schaden dem Unternehmen selbst und bei Entlassungen den Arbeitnehmern gegebenenfalls aber auch den Steuerzahler, wenn Arbeitslosigkeit droht. Dies alles ist auch schon schlimm genug.

Viel schlimmer ist es, dass diese geldgierigen Profiteure - zum Glück nur eine Minderzahl - trotzdem für alle Beteiligten sprich Manager wie Unternehmer allgemein einen ungeheuer großen Imageschaden anrichten.

80% der deutschen Industrie ist mittelständisch geprägt. Rechtschaffene Inhaber aber auch Manager leiten verantwortungsvoll ihre Betriebe, sichern und vor allem schaffen Arbeitsplätze (über 25.000 in 2007 allein im Maschinenbau), zahlen Steuern und beziehen in Relation bescheidene Entlohnungen.

Leider werden diese von der Allgemeinheit aber in denselben Topf wie die Geldgierigen geworfen. Zumeist sind diese Geldgierigen angestelle Manager und keine Inhaber. Letztere haben eine ganz andere Philosophie und Bindung an ihre Unternehmen. Es ist daher unverantwortlich, dass die Mehrheit Rechtschaffener durch die Minderheit Geldgieriger in Verruf gerät!

Bescheidene Frage allerdings zum Schluss: Wer regt sich über die traumhaften Gagen der Spitzenfußballspieler auf, bei denen sicherlich Leistung und Bezahlung im Einklang stehen?!