Frankfurt a. M. /VDMA - Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) moniert das Scheitern der WTO-Konferenz in Genf. “Für unsere Exportweltmeister-Branche ist ein offener Markt unverzichtbar. Wenn die Mitglieder der WTO sich nicht auf Zollsenkungen und den Abbau technischer Handelsbarrieren einigen können, wirkt sich das auch auf den Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland sehr negativ aus,” klagte VDMA-Vizepräsident Joachim Rohwedder. Durch den vorläufigen Abbruch der Doha-Runde* wird erwartet, dass die Anzahl der Handelskonflikte, insbesondere zwischen den großen Handelsblöcken, ansteigen wird.
Rohwedder forderte alle Teilnehmer zur baldigen Fortführung der Gespräche auf. Für die Investitionsgüter-Branche hat ein substantieller Zollabbau - insbesondere in den Schwellenländern - höchste Priorität. “Vielversprechend wäre auch ein sektorspezifisches Zollabkommen für unsere Branche, an dem sich alle wichtigen Herstellerländer beteiligen,” meinte Rohwedder weiter.
Der VDMA vertritt über 3.000 Firmen des mittelständisch geprägten Maschinen- und Anlagenbaus. Mit ca. 935.000 Mitarbeitern im Inland und einem Umsatz von EUR 190 Milliarden (2007) ist die Branche grösster industrieller Arbeitgeber und einer der führenden deutschen Industriezweige insgesamt.
* Die Doha-Runde setzt sich zusammen aus den Wirtschafts- und Handelsministern der WTO-Mitgliedstaaten und hat sich zum Ziel gesetzt, die Welthandelsordnung zu stärken, die Öffnung der Märkte weiter voranzutreiben sowie die Integration von Entwicklungsländern in die Weltwirtschaft zu verbessern.