Zuversicht auf der METAV
Dienstag, 23. März 2010“Es ist so schön, mal wieder Verkaufsverhandlungen geführt zu haben’*, so fasst der Vertriebsleiter eines baden-württembergischen Werkzeugmaschinenherstellers seine Eindrücke von der METAV in Düsseldorf Ende Februar zusammen. Die Erwartungen an die Messe waren vor dem Hintergrund der anhaltenden Konjunkturschwäche verhalten. Umso erfreulicher war es, dass die Besucher wieder konkrete Investitionsabsichten bekundeten.
In der Tat scheint die Talsohle durchschritten zu sein. Vor allem aus Asien kommen wieder mehr Aufträge. Die Konjunkturprogramme zeigen weltweit Wirkung. Die Branchen, die als erste von dem Konjunktureinbruch betroffen waren, weisen - wie die Textilmaschinen -wieder deutliche Zuwachsraten bei den Auftragseingängen auf. Das Thema Energieeffizienz ist ein weiterer Impulsgeber für viele Maschinenbaubranchen.
Dennoch wäre es verfehlt, angesichts der ungelösten Finanzmarktprobleme und der weltweiten Unsicherheiten in übertriebenen Optimismus zu verfallen. Der Weg zur Wiederbelebung wird noch steinig. Vor diesem Hintergrund haben die Tarifvertragsparteien in der Metallindustrie mit ihrem Abschluss vom 18. Februar 2010 große Einsicht und Weitsicht gezeigt. Die Beschäftigungssicherung stand im Vordergrund. Die zusätzlichen Lohnkostenbelastungen dürften sich in 2010 und 2011 auf jeweils rund 1,5 Prozent beschränken. Dennoch sind all diese Vereinbarungen ein Scheck auf die Zukunft. Wenn sich nämlich in den nächsten Monaten nicht die erwartete Belebung bei den Auftragseingängen einstellt, könnte eine Reihe von Unternehmen noch zu personalpolitischen Maßnahmen gezwungen sein, um die Krise zu durchstehen.
Quelle: VDMA-Newsletter
